Pflegeheim Kosten 2026: 3.245 Euro Eigenanteil pro Monat

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Was kostet ein Pflegeheim in Deutschland? Im ersten Jahr eines Heimaufenthalts zahlen Pflegebedürftige 2026 im Bundesdurchschnitt 3.245 Euro pro Monat aus eigener Tasche, und dieser Eigenanteil steigt seit Jahren. Für viele Familien wird die Pflege damit zur größten finanziellen Belastung des Lebensabends.

Kurz beantwortet

Der Eigenanteil im Pflegeheim liegt 2026 im ersten Jahr eines Heimaufenthalts im Bundesdurchschnitt bei 3.245 Euro pro Monat (Auswertung des vdek). Rechnet man alle Verweildauern zusammen, sind es im Schnitt 2.605 Euro pro Monat (WIdO). Der Eigenanteil steigt seit Jahren, vor allem wegen höherer Personalkosten. Im ersten Jahr ist er am höchsten und sinkt mit der Aufenthaltsdauer dank steigender Zuschüsse der Pflegekasse.

Diese Seite bündelt die wichtigsten Statistiken zu den Pflegekosten in Deutschland: was ein Heimplatz wirklich kostet, wie sich die Beträge nach Pflegegrad und Versorgungsform unterscheiden, was die Pflegeversicherung zahlt und welche Lücke bleibt, wie stark der Eigenanteil je nach Bundesland schwankt, wann das Sozialamt und die Kinder einspringen müssen und wie viele Menschen überhaupt betroffen sind. Jede Zahl ist mit einer Quelle verlinkt, die Sie am Ende der Seite finden.

Was kostet ein Pflegeheim

Wer nach den Kosten eines Pflegeheims sucht, meint fast immer den Eigenanteil, also den Betrag, den Bewohnende selbst zahlen müssen. Dieser Eigenanteil hat 2026 ein neues Rekordhoch erreicht. Wie hoch er ausfällt, hängt allerdings davon ab, wer rechnet und welcher Zeitraum gemeint ist.

1. Eigenanteil im Pflegeheim: 3.245 Euro pro Monat

Pflegebedürftige im ersten Jahr eines Heimaufenthalts zahlen seit dem 1. Januar 2026 im Bundesdurchschnitt 3.245 Euro pro Monat aus eigener Tasche. Das ist eine Steigerung von 261 Euro oder neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieser Eigenanteil fällt zusätzlich zu den Leistungen der Pflegeversicherung an. Die Auswertung stammt vom Verband der Ersatzkassen (vdek), der die offiziellen Vergütungsvereinbarungen aller Heime auswertet.1

2. Aus diesen vier Posten setzt sich die Heimrechnung zusammen

Der monatliche Eigenanteil von 3.245 Euro besteht aus vier Bausteinen: dem einrichtungseinheitlichen Eigenanteil (EEE) für die Pflege von 1.685 Euro im ersten Jahr, den Kosten für Unterkunft und Verpflegung von 1.046 Euro, den Investitionskosten von durchschnittlich 514 Euro sowie der Ausbildungsumlage. Nur der EEE wird durch Zuschüsse der Pflegekasse gemindert, die übrigen Posten trägt der Bewohner voll.2

3. Über alle Heimjahre gemittelt sind es 2.605 Euro

Eine zweite Auswertung kommt zu einem niedrigeren Wert: Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) rechnet nicht nur das teure erste Jahr, sondern alle Verweildauern zusammen und kommt so im Januar 2026 auf eine durchschnittliche Gesamtbelastung von 2.605 Euro pro Monat. Davon entfallen 1.044 Euro auf den pflegebedingten Eigenanteil, 1.044 Euro auf Unterkunft und Verpflegung und 517 Euro auf Investitionskosten. Wer schon länger als drei Jahre im Heim lebt, zahlt dank höherer Zuschläge im Schnitt nur noch 2.044 Euro.3

4. Vor allem die Personalkosten treiben den Preis

Der Hauptgrund für den erneuten Anstieg sind nach Einschätzung des vdek die steigenden Personalkosten in der Pflege, etwa durch die seit 2022 verpflichtende Tarifbindung der Heime. Höhere Löhne für Pflegekräfte sind politisch gewollt, schlagen aber direkt auf den Eigenanteil durch, weil die Pflegekasse ihren Leistungsbetrag nicht im selben Tempo anhebt.4

5. Im ersten Jahr ist der Eigenanteil am höchsten

Weil die Pflegekasse ihren Zuschuss mit der Aufenthaltsdauer staffelt, sinkt der Eigenanteil mit den Jahren. Im Bundesdurchschnitt zahlen Bewohnende ab dem 13. Monat 2.947 Euro, ab dem 25. Monat 2.551 Euro und ab dem 37. Monat 2.056 Euro pro Monat. Das erste Jahr ist also mit Abstand das teuerste.5

Die Kosten im Detail: Pflegegrade und ambulante Pflege

Wie viel die Pflege wirklich kostet, hängt stark vom Pflegegrad und von der Versorgungsform ab. Die folgenden Beträge gelten seit dem 1. Januar 2025.

6. Leistungszuschlag im Heim: bis zu 2.096 Euro pro Monat

Bei vollstationärer Pflege übernimmt die Pflegekasse einen festen Leistungsbetrag nach Pflegegrad. Er liegt bei 805 Euro im Pflegegrad 2, bei 1.319 Euro im Pflegegrad 3, bei 1.855 Euro im Pflegegrad 4 und bei 2.096 Euro im Pflegegrad 5. Mehr zahlt die Versicherung für die reine Pflege im Heim nicht, alles darüber hinaus ist Eigenanteil.6

7. Pflegegeld zu Hause: 347 bis 990 Euro im Monat

Wer zu Hause von Angehörigen gepflegt wird, erhält Pflegegeld. Es beträgt seit 2025 monatlich 347 Euro im Pflegegrad 2, 599 Euro im Pflegegrad 3, 800 Euro im Pflegegrad 4 und 990 Euro im Pflegegrad 5. Im Pflegegrad 1 gibt es kein Pflegegeld.7

8. Ambulante Pflegesachleistung: bis zu 2.299 Euro im Monat

Übernimmt ein ambulanter Pflegedienst die Versorgung zu Hause, zahlt die Kasse die sogenannte Pflegesachleistung. Sie liegt seit 2025 bei 796 Euro im Pflegegrad 2, 1.497 Euro im Pflegegrad 3, 1.859 Euro im Pflegegrad 4 und 2.299 Euro im Pflegegrad 5. Diese Beträge wurden zum 1. Januar 2025 um 4,5 Prozent angehoben.8

9. Entlastungsbetrag: 131 Euro für alle Pflegegrade

Zusätzlich steht jedem Pflegebedürftigen ab Pflegegrad 1 ein Entlastungsbetrag von 131 Euro pro Monat zu, der für Betreuung und Alltagsunterstützung verwendet werden kann. Auch dieser Betrag stieg zum 1. Januar 2025, zuvor lag er bei 125 Euro. Er gilt einheitlich von Pflegegrad 1 bis 5.9

Was die Pflegeversicherung zahlt und welche Lücke bleibt

Die soziale Pflegeversicherung ist eine Teilkaskoversicherung. Sie deckt nur einen festen Anteil, den Rest tragen die Betroffenen selbst. Gleichzeitig gerät das System selbst finanziell unter Druck.

10. EEE ohne Zuschuss läge bei 1.982 Euro

Der einrichtungseinheitliche Eigenanteil für die Pflege beträgt rechnerisch 1.982 Euro pro Monat, inklusive 146 Euro Ausbildungskosten. Im ersten Jahr senkt ihn ein Zuschuss der Pflegekasse von 15 Prozent auf 1.685 Euro. Erst ab dem vierten Jahr greift der höchste Zuschuss von 75 Prozent.10

11. Der Pflegekassen-Zuschuss steigt mit der Aufenthaltsdauer

Den EEE bezuschusst die Pflegekasse gestaffelt nach Verweildauer im Heim. Der Zuschlag beträgt 15 Prozent im ersten Jahr, 30 Prozent ab dem zweiten Jahr, 50 Prozent ab dem dritten Jahr und 75 Prozent ab dem vierten Jahr. Im Bund entspricht das einer Entlastung von 297 Euro im ersten und 1.487 Euro ab dem vierten Jahr.11

12. 640 Euro Entlastung wären sofort möglich

Würden die Bundesländer die Investitionskosten und die Ausbildungskosten übernehmen, ließe sich der Eigenanteil laut vdek um rund 640 Euro pro Monat senken. Davon entfallen 514 Euro auf die Investitionskosten und 124 Euro auf die Ausbildungskosten. Bisher zahlen die Bewohnenden diese Posten selbst.12

13. Die Pflegeversicherung schrieb 2024 ein Defizit von 1,54 Milliarden Euro

Dass die Kassen den Eigenanteil nicht stärker dämpfen, hat auch mit ihrer eigenen Finanzlage zu tun: Die soziale Pflegeversicherung schloss das Jahr 2024 nach Angaben des GKV-Spitzenverbands mit einem Defizit von 1,54 Milliarden Euro ab. Die Rücklagen des Ausgleichsfonds schrumpften im selben Jahr von rund 1,8 Milliarden auf etwa eine Milliarde Euro. Spielraum für höhere Zuschüsse ist damit kaum vorhanden.13

Der Eigenanteil und sein Anstieg

Der Eigenanteil im Pflegeheim steigt seit Jahren spürbar, und alle Prognosen deuten nach oben. Erst eine bundesweite Begrenzung könnte den Trend bremsen.

14. Von 2.687 auf 3.245 Euro in nur zwei Jahren

Zum 1. Januar 2024 lag der durchschnittliche Eigenanteil im ersten Jahr noch bei 2.687 Euro, ein Jahr später bei 2.984 Euro und zum 1. Januar 2026 bei 3.245 Euro. Innerhalb von zwei Jahren ist die monatliche Belastung damit um rund 558 Euro gestiegen.14

15. 2025 wurde erstmals die 3.000-Euro-Marke geknackt

Im Lauf des Jahres 2025 überschritt der durchschnittliche Eigenanteil im ersten Heimjahr erstmals die Marke von 3.000 Euro pro Monat. Mit 3.245 Euro zum 1. Januar 2026 liegt er nun deutlich darüber. Der vdek fordert deshalb eine gesetzliche Begrenzung des Eigenanteils.15

16. Bremen ist am teuersten, Sachsen-Anhalt am günstigsten

Im ersten Heimjahr zahlen Bewohnende in Bremen mit 3.637 Euro pro Monat am meisten, in Sachsen-Anhalt mit 2.720 Euro am wenigsten. Zwischen dem teuersten und dem günstigsten Bundesland liegen damit 917 Euro im Monat. Auch Nordrhein-Westfalen (3.582 Euro) und Baden-Württemberg (3.532 Euro) zählen zu den teuersten Ländern.16

17. In NRW kletterte der Eigenanteil auf 3.582 Euro

In Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland, zahlen Heimbewohnende im ersten Jahr durchschnittlich 3.582 Euro pro Monat. Das ist eine Steigerung von 270 Euro oder acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders teuer sind in NRW Unterkunft und Verpflegung mit 1.307 Euro.17

18. Unterkunft und Verpflegung schwanken um mehr als 450 Euro

Wie groß die regionalen Unterschiede sind, zeigt der Posten Unterkunft und Verpflegung: In NRW kostet er 1.307 Euro pro Monat, in Sachsen nur 850 Euro. Auch die Investitionskosten reichen von 335 Euro in Sachsen-Anhalt bis 646 Euro in NRW. Der Wohnort entscheidet also stark über die Höhe der Heimrechnung.18

19. Bis 2030 soll allein der Pflegeanteil auf 1.636 Euro steigen

Das WIdO erwartet keine Entspannung: Selbst bei einer eher moderaten jährlichen Steigerung der Zuzahlungen von zehn Prozent würde der reine pflegebedingte Eigenanteil bis zum Jahr 2030 auf rund 1.636 Euro pro Monat klettern. Heute liegt dieser Teilbetrag im Schnitt bei 1.044 Euro. Weder die Zuschlagserhöhung von 2024 noch die laufende Dynamisierung der Leistungen stoppen den Trend nachhaltig.19

Wenn das Geld nicht reicht: Hilfe zur Pflege und Elternunterhalt

Reichen Rente, Vermögen und Pflegeleistungen nicht aus, springt das Sozialamt mit der Hilfe zur Pflege ein. Immer mehr Menschen sind darauf angewiesen, und die finanzielle Angst greift bis in die Mitte der Gesellschaft.

20. Fast 432.000 Menschen bekamen Hilfe zur Pflege

Im Lauf des Jahres 2024 erhielten knapp 432.000 Personen Hilfe zur Pflege vom Sozialamt, ein Anstieg von 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Rund 354.000 von ihnen, also 82 Prozent, lebten in einer Einrichtung wie einem Pflegeheim. Das Durchschnittsalter der Heimbewohnenden mit Hilfe zur Pflege lag bei 79,8 Jahren.20

21. 5,3 Milliarden Euro für die Hilfe zur Pflege

Die Nettoausgaben für die Hilfe zur Pflege stiegen 2024 um 17,7 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Die gesamten Nettoausgaben der Sozialhilfe legten im selben Jahr um 14,8 Prozent auf 20,2 Milliarden Euro zu. Die steigenden Heimkosten schlagen damit direkt auf die öffentlichen Kassen durch.21

22. Elternunterhalt erst ab 100.000 Euro Jahreseinkommen

Seit dem 1. Januar 2020 müssen erwachsene Kinder für ihre pflegebedürftigen Eltern nur noch dann Unterhalt zahlen, wenn ihr eigenes Jahresbruttoeinkommen 100.000 Euro übersteigt. Diese Grenze brachte das Angehörigen-Entlastungsgesetz, das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales auf den Weg gebracht wurde.22

23. Unterhalb der Grenze bleibt das Vermögen der Kinder tabu

Liegt das Einkommen der Kinder unter 100.000 Euro, bleibt auch ihr vorhandenes Vermögen unberücksichtigt, und das Sozialamt fordert nichts zurück. Erst wenn die Behörde ein höheres Einkommen vermutet, müssen Betroffene ihre Einkünfte offenlegen. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass die 100.000-Euro-Grenze pro unterhaltspflichtiges Kind gilt.23

24. Auch ambulant Gepflegte brauchen immer öfter Hilfe

Nicht nur im Heim reicht das Geld oft nicht: 2024 erhielten rund 82.000 Menschen Hilfe zur Pflege für die ambulante Versorgung zu Hause, ein Plus von 7,9 Prozent. Ihr Durchschnittsalter lag bei 71,5 Jahren und damit niedriger als bei den Heimbewohnenden. Steigende Pflegekosten betreffen also auch die häusliche Pflege.24

25. Fast jede zweite Pflegeperson erlebt Pflegearmut

Wie sehr die Kosten belasten, zeigt der DAK-Pflegereport: Fast jede zweite Person mit Pflegeerfahrung berichtet von Pflegearmut im eigenen Umfeld, also vom Verlust des Eigenheims oder eines Großteils der Ersparnisse durch Pflegekosten. In der Gesamtbevölkerung sind es 31 Prozent. 69 Prozent der Befragten halten eine umfassende Pflegereform für nötig. Die Sonderanalyse führte das Institut für Demoskopie Allensbach mit über 2.100 Menschen durch.25

Wie viele betroffen sind: Pflegebedürftige in Zahlen

Pflege ist längst kein Randthema mehr. Die Zahl der Pflegebedürftigen wächst rasant, die Pflege dauert länger, und die meisten werden zu Hause versorgt.

26. 5,7 Millionen Pflegebedürftige in Deutschland

Ende 2023 waren in Deutschland knapp 5,7 Millionen Menschen pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes. 78 Prozent der Pflegebedürftigen waren 65 Jahre und älter, 61 Prozent waren Frauen. Damit ist statistisch fast jeder vierzehnte Einwohner pflegebedürftig.26

27. In zwei Jahren kamen 730.000 Pflegebedürftige hinzu

Das Wachstum ist sprunghaft: Wie das Deutsche Ärzteblatt berichtet, stieg die Zahl der Pflegebedürftigen binnen zwei Jahren um rund 730.000 Personen oder 15 Prozent, von knapp 5,0 Millionen Ende 2021 auf 5,7 Millionen Ende 2023. Ein Teil des Sprungs geht auf den zum 1. Januar 2017 erweiterten Pflegebedürftigkeitsbegriff zurück, der mehr Menschen einbezieht.27

28. Pflege dauert im Schnitt 7,5 Jahre und kostet 76.000 Euro

Der BARMER Pflegereport, erstellt von Prof. Dr. Heinz Rothgang an der Universität Bremen, zeigt, wie lange Pflege heute dauert: Bei zuletzt verstorbenen Pflegebedürftigen lag die durchschnittliche Pflegedauer bei 3,9 Jahren, für die heute Pflegebedürftigen rechnet der Report mit im Schnitt 7,5 Jahren. Entsprechend steigen die über das ganze Pflegeleben von der Pflegekasse bezogenen Leistungen von rund 50.000 auf etwa 76.000 Euro.28

29. 86 Prozent werden zu Hause gepflegt

Die große Mehrheit der Pflegebedürftigen lebt nicht im Heim: 86 Prozent oder 4,9 Millionen Menschen wurden Ende 2023 zu Hause versorgt. Davon erhielten 3,1 Millionen ausschließlich Pflegegeld und wurden überwiegend von Angehörigen gepflegt. Nur 14 Prozent oder rund 800.000 Menschen lebten vollstationär im Pflegeheim.29

30. Bis 2055 werden 6,8 Millionen Pflegebedürftige erwartet

Das Statistische Bundesamt rechnet damit, dass die Zahl der Pflegebedürftigen von 5,0 Millionen Ende 2021 auf 6,8 Millionen bis Ende 2055 steigt, selbst bei konstanten Pflegequoten. Bis 2070 wären es rund 6,9 Millionen. Steigen die Pflegequoten weiter, könnten es bis 2055 sogar 7,6 Millionen sein.30

31. 16.505 Pflegeheime versorgen die Bewohnenden

Ende 2023 gab es in Deutschland 16.505 Pflegeheime, davon 11.250 mit vollstationärer Dauerpflege. Hinzu kamen 15.549 ambulante Pflegedienste. Diese Infrastruktur muss in den kommenden Jahrzehnten mit der wachsenden Zahl Pflegebedürftiger Schritt halten.31

Hohe Pflegekosten können das Vermögen aufzehren, das eigentlich einmal an die Familie gehen sollte. Wer früh regelt, wer was erhalten soll, behält die Kontrolle, statt den Nachlass am Ende der gesetzlichen Erbfolge zu überlassen. Wer das festhalten möchte, kann unseren Testament-Generator nutzen oder sich in den Beiträgen Gesetzliche Erbfolge, Wie viel wird durchschnittlich vererbt? und Wie viele haben ein Testament? einlesen.

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Häufig gestellte Fragen

Was kostet ein Pflegeheim in Deutschland?

Im ersten Jahr eines Heimaufenthalts zahlen Pflegebedürftige 2026 im Bundesdurchschnitt 3.245 Euro pro Monat aus eigener Tasche. Über alle Verweildauern gemittelt liegt der Eigenanteil bei rund 2.605 Euro pro Monat.

Warum steigen die Pflegekosten?

Der Hauptgrund sind steigende Personalkosten, etwa durch die seit 2022 verpflichtende Tarifbindung der Heime. Höhere Löhne für Pflegekräfte schlagen direkt auf den Eigenanteil durch, weil die Pflegekasse ihren Leistungsbetrag nicht im selben Tempo anhebt.

Was passiert, wenn ich die Pflegekosten nicht bezahlen kann?

Reichen Rente und Vermögen nicht aus, springt das Sozialamt mit der Hilfe zur Pflege ein. Unter bestimmten Voraussetzungen können erwachsene Kinder über den Elternunterhalt herangezogen werden, allerdings erst ab einem Jahreseinkommen von 100.000 Euro.

Quellenverzeichnis

  1. 1vdek (vdek.com)
  2. 2vdek (vdek.com)
  3. 3WIdO – Wissenschaftliches Institut der AOK (aok.de)
  4. 4Ärzte Zeitung (aerztezeitung.de)
  5. 5vdek (vdek.com)
  6. 6BMG (bundesgesundheitsministerium.de)
  7. 7BMG (bundesgesundheitsministerium.de)
  8. 8BMG (bundesgesundheitsministerium.de)
  9. 9BMG (bundesgesundheitsministerium.de)
  10. 10vdek (vdek.com)
  11. 11vdek (vdek.com)
  12. 12vdek (vdek.com)
  13. 13GKV-Spitzenverband (gkv-spitzenverband.de)
  14. 14vdek (vdek.com)
  15. 15vdek (vdek.com)
  16. 16vdek (vdek.com)
  17. 17vdek NRW (vdek.com)
  18. 18vdek (vdek.com)
  19. 19WIdO – Wissenschaftliches Institut der AOK (aok.de)
  20. 20Statistisches Bundesamt (destatis.de)
  21. 21Statistisches Bundesamt (destatis.de)
  22. 22BMAS (bmas.de)
  23. 23Verbraucherzentrale (verbraucherzentrale.de)
  24. 24Statistisches Bundesamt (destatis.de)
  25. 25DAK-Pflegereport (dak.de)
  26. 26Statistisches Bundesamt (destatis.de)
  27. 27Deutsches Ärzteblatt (aerzteblatt.de)
  28. 28BARMER Pflegereport / Universität Bremen (barmer.de)
  29. 29Statistisches Bundesamt (destatis.de)
  30. 30Statistisches Bundesamt (destatis.de)
  31. 31Statistisches Bundesamt (destatis.de)
Max Kuch

Über den Autor

Max Kuch

Max Kuch beschäftigt sich seit Jahren mit Erbrecht, Nachlassplanung und Verbraucherthemen rund um Vorsorge und Vererben. Für Testamenteinfach sichtet und bündelt er offizielle Daten und repräsentative Studien, hier etwa des Verbands der Ersatzkassen (vdek), des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), des Statistischen Bundesamts, des Bundesgesundheitsministeriums, des GKV-Spitzenverbands, des BARMER Pflegereports der Universität Bremen, des DAK-Pflegereports und der Verbraucherzentrale, und bereitet die Zahlen verständlich auf.

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