Die 15 beliebtesten Organisationen für Testamentsspenden in Deutschland

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Immer mehr Menschen entscheiden sich, eine gemeinnützige Organisation in ihrem Testament zu bedenken. Allein 2025 flossen rund 148 Millionen Euro aus Nachlässen an die 26 Organisationen der Initiative "Mein Erbe tut Gutes".1 Fast jeder Vierte ab 50 Jahren kann sich eine solche Testamentsspende vorstellen, bei kinderlosen Menschen sogar über ein Drittel.2 Der Grund ist einfach: Wer keine nahen Erben hat oder einen Teil seines Vermögens sinnvoll weitergeben möchte, kann damit über den eigenen Tod hinaus etwas bewirken.

Kurz beantwortet

Immer mehr Menschen bedenken eine gemeinnützige Organisation in ihrem Testament. Allein 2025 flossen rund 148 Millionen Euro aus Nachlässen an die 26 Organisationen der Initiative „Mein Erbe tut Gutes“. Fast jeder Vierte ab 50 Jahren kann sich eine Testamentsspende vorstellen, bei kinderlosen Menschen sogar über ein Drittel. Möglich ist sie über eine Erbeinsetzung oder ein Vermächtnis, und gemeinnützige Organisationen sind vollständig von der Erbschaftsteuer befreit.

Auf dieser Seite finden Sie 15 der bekanntesten Organisationen in Deutschland, die eine Testamentsspende aktiv möglich machen, jeweils mit eigenem Ratgeber und persönlichen Ansprechpartnern. Danach erklären wir, wie eine Testamentsspende funktioniert und wie Sie eine Organisation richtig in Ihrem Testament berücksichtigen.

Mein Erbe tut Gutes: der Zusammenschluss dahinter

Viele der bekanntesten Hilfsorganisationen haben sich in der Initiative "Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum" zusammengeschlossen, um gemeinsam über das gemeinnützige Vererben aufzuklären. Aktuell gehören 26 Organisationen und Stiftungen dazu.1 Nach eigenen Angaben erhielten diese Organisationen 2025 rund 148 Millionen Euro aus Nachlässen, in vier Jahren zusammen über 570 Millionen Euro.2 Fast 29 Prozent der Menschen, die eine Testamentsspende erwägen, nennen als Motiv, verhindern zu wollen, dass ihr Vermögen an den Staat fällt.

Die 15 beliebtesten Organisationen für Testamentsspenden

Die folgenden Organisationen bewerben Testamentsspenden aktiv und stellen dafür kostenlose Ratgeber oder Broschüren bereit. Die Auswahl deckt die beliebtesten Bereiche ab: Tierschutz, Umwelt, Kinder, Gesundheit und humanitäre Hilfe.

1. SOS-Kinderdörfer weltweit

Die SOS-Kinderdörfer geben Kindern in Not weltweit ein Zuhause. Für Erblasser gibt es einen sehr umfangreichen Erbrecht-Ratgeber, Musterformulierungen und Unterstützung bei der gesamten Nachlassabwicklung. Wer Kindern eine Zukunft schenken möchte, findet hier einen der ausführlichsten Informationsbereiche überhaupt.

2. Ärzte ohne Grenzen

Ärzte ohne Grenzen leistet medizinische Nothilfe in Krisen- und Kriegsgebieten, unabhängig von Herkunft oder Religion. Die Organisation bietet eine eigene Seite zur Testamentsspende, eine kostenlose Infobroschüre und Informationsveranstaltungen. Eine Zuwendung hilft, dort zu behandeln, wo sonst niemand ist.

3. Deutsches Rotes Kreuz

Das DRK ist die größte humanitäre Hilfsorganisation Deutschlands, von der Katastrophenhilfe bis zur Pflege vor Ort. Es stellt kostenlose Ratgeber bereit, bietet persönliche Beratung und erklärt verständlich den Unterschied zwischen Erbeinsetzung und Vermächtnis. Ein guter Einstieg für alle, die regional Gutes tun möchten.

4. Deutsche Krebshilfe

Die Deutsche Krebshilfe finanziert Forschung, Aufklärung und die Unterstützung Betroffener, vollständig aus Spenden. Für Erblasser gibt es die kostenlose Broschüre "Ihr letzter Wille" und eigene Ansprechpartner für Erbschaften. Wer selbst mit dem Thema Krebs in Berührung kam, findet hier oft einen sehr persönlichen Bezug.

5. WWF Deutschland

Der WWF setzt sich weltweit für den Schutz bedrohter Arten und Lebensräume ein. Die Organisation bietet einen eigenen Leitfaden zu Testament und Nachlass und begleitet die Abwicklung. Eine Testamentsspende sichert Naturschutzprojekte, die oft über Jahrzehnte angelegt sind.

6. Greenpeace

Greenpeace kämpft unabhängig und ohne staatliche Gelder für Umwelt- und Klimaschutz. Auf der Seite zur Testamentsspende wird alles vom gesetzlichen Erbrecht bis zum sogenannten grünen Testament erklärt. Wer Wert auf Unabhängigkeit legt, ist hier richtig.

7. NABU

Der Naturschutzbund Deutschland ist der größte Naturschutzverband des Landes und schützt Tiere, Pflanzen und Lebensräume vor der eigenen Haustür. Es gibt einen kostenlosen NABU-Ratgeber zum Testament. Besonders passend für alle, denen die heimische Natur am Herzen liegt.

8. VIER PFOTEN

Die Stiftung VIER PFOTEN setzt sich international für den Schutz von Tieren in menschlicher Obhut ein. Sie bietet den Ratgeber "Spuren hinterlassen", kostenlose Broschüren per Post und Online-Vorträge zum Thema Vererben. Tierschutz ist laut Umfragen mit Abstand der beliebteste Zweck für Nachlassspenden.5

9. Welthungerhilfe

Die Welthungerhilfe bekämpft Hunger und Armut weltweit und arbeitet auf eine Welt ohne Hunger hin. Für Erblasser gibt es den kostenlosen Ratgeber "Werte weiter reichen". Eine Testamentsspende hilft, Menschen langfristig aus der Not zu tragen, statt nur kurzfristig.

10. UNICEF Deutschland

UNICEF ist das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen und setzt sich weltweit für die Rechte von Kindern ein. Die Organisation informiert unter dem Motto "Schreiben Sie Zukunft" über die Testamentsspende und weist auf die Befreiung von der Erbschaftsteuer hin. Ein starker Name für alle, die Kindern helfen möchten.

11. Deutsche Kinderkrebsstiftung

Die Deutsche Kinderkrebsstiftung unterstützt krebskranke Kinder und ihre Familien, von der Diagnose bis zur Nachsorge. Sie bietet eine eigene Seite zur Testamentsspende. Wer gezielt Familien in einer der schwersten Lebenssituationen helfen möchte, ist hier gut aufgehoben.

12. Brot für die Welt

Brot für die Welt ist das Entwicklungswerk der evangelischen Kirchen und kämpft gegen Hunger, Armut und Ungerechtigkeit. Es gibt einen eigenen Erbschaftsbereich mit ausführlichen Antworten auf die häufigsten Fragen. Passend für Menschen mit kirchlichem oder sozialem Bezug.

13. Plan International

Plan International setzt sich weltweit für Kinderrechte und besonders für die Förderung von Mädchen ein. Der Bereich zum Vererben ist sehr praktisch aufgebaut, mit einer Anleitung in fünf Schritten, einem Testamentsratgeber und einem Erbquotenrechner. Ideal für alle, die es strukturiert angehen wollen.

14. Malteser

Die Malteser sind eine katholische Hilfsorganisation, aktiv in Rettungsdienst, Pflege und sozialen Diensten. Unter dem Stichwort "Sinnvoll vererben" beantworten sie die wichtigsten Fragen rund um Testament und Nachlass. Eine gute Wahl für alle, die soziales Engagement vor Ort schätzen.

15. DKMS

Die DKMS ist im Kampf gegen Blutkrebs weltweit führend und vermittelt Stammzellspenden. Sie bietet mit dem sogenannten Erblotsen sogar einen kostenlosen Online-Assistenten und trägt das Erbschaftssiegel als Zeichen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Nachlässen. Eine Testamentsspende hilft, Leben zu retten.

Wie funktioniert eine Testamentsspende?

Eine Testamentsspende bedeutet, dass Sie eine gemeinnützige Organisation in Ihrem Testament bedenken. Dafür gibt es zwei Wege:

  • Erbeinsetzung: Die Organisation wird Erbe oder Miterbe und erhält einen prozentualen Anteil Ihres Nachlasses.
  • Vermächtnis: Sie wenden der Organisation einen bestimmten Betrag oder Gegenstand zu, ohne sie zum Erben zu machen. So bleibt Ihre Familie Erbe und die Organisation erhält vorab das Vermächtnis.

Ein wichtiger Vorteil: Gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Organisationen sind nach Paragraf 13 des Erbschaftsteuergesetzes vollständig von der Erbschaftsteuer befreit.4 Das heißt, der volle Betrag kommt dem guten Zweck zugute, ohne dass davon Steuern abgezogen werden.

Zur Einordnung: In Deutschland werden nach Schätzungen des DIW jedes Jahr rund 400 Milliarden Euro vererbt oder verschenkt.3 Die beliebtesten Zwecke für Nachlassspenden sind laut Umfragen der Tierschutz mit rund 40 Prozent, gefolgt vom Umwelt- und Naturschutz mit rund 27 Prozent und der Kinder- und Jugendhilfe mit rund 24 Prozent.5

So bedenken Sie eine Organisation richtig im Testament

Damit Ihre Spende wirklich ankommt, muss Ihr Testament rechtlich gültig sein und die Organisation eindeutig benennen. Nennen Sie den vollständigen Namen und den Sitz der Organisation und legen Sie genau fest, ob es sich um eine Erbeinsetzung oder ein Vermächtnis handelt. Genauso wichtig ist, dass das Testament formal korrekt ist, also vollständig handschriftlich verfasst und mit Ort, Datum und Unterschrift versehen.

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Hinweis: Dieser Artikel ist eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.

Häufig gestellte Fragen

Wie funktioniert eine Testamentsspende?

Sie bedenken eine gemeinnützige Organisation in Ihrem Testament. Das geht auf zwei Wegen: über eine Erbeinsetzung, bei der die Organisation Erbe oder Miterbe wird, oder über ein Vermächtnis, bei dem Sie ihr einen bestimmten Betrag oder Gegenstand zuwenden.

Zahlen gemeinnützige Organisationen Erbschaftsteuer?

Nein. Gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Organisationen sind nach Paragraf 13 des Erbschaftsteuergesetzes vollständig von der Erbschaftsteuer befreit. So kommt der volle Betrag dem guten Zweck zugute.

Welche Zwecke sind bei Testamentsspenden am beliebtesten?

Laut Umfragen ist der Tierschutz mit rund 40 Prozent der beliebteste Zweck, gefolgt vom Umwelt- und Naturschutz mit rund 27 Prozent und der Kinder- und Jugendhilfe mit rund 24 Prozent.

Quellenverzeichnis

  1. 1Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum (mein-erbe-tut-gutes.de)
  2. 2Deutscher Fundraising Verband (dfrv.de)
  3. 3DIW Berlin (diw.de)
  4. 4Erbschaftsteuergesetz Paragraf 13 (gesetze-im-internet.de)
  5. 5Stiftung Aktive Bürgerschaft (aktive-buergerschaft.de)
Max Kuch

Über den Autor

Max Kuch

Max Kuch beschäftigt sich seit Jahren mit Erbrecht, Nachlassplanung und Verbraucherthemen rund um Vorsorge und Vererben. Für Testamenteinfach sichtet und bündelt er offizielle Daten und Angaben gemeinnütziger Organisationen, hier etwa der Initiative Mein Erbe tut Gutes, des DIW Berlin und des Erbschaftsteuergesetzes, und bereitet sie verständlich auf.

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Häufig gestellte Fragen

Der Entwurf selbst ist eine Formulierungshilfe und noch nicht rechtsgültig. Ein Testament wird erst gültig, wenn es vollständig eigenhändig (handschriftlich) geschrieben und mit Vor- und Nachname, Ort und Datum unterschrieben wird (§ 2247 BGB). Unser Entwurf dient als Vorlage zum Abschreiben. Mehr dazu in unserem Ratgeber: Testament ohne Notar.

Das deutsche Erbrecht verlangt für ein eigenhändiges Testament (§ 2247 BGB), dass der gesamte Text vom Erblasser selbst handschriftlich geschrieben und unterschrieben wird. Ein ausgedrucktes oder am Computer geschriebenes Testament ist ungültig (außer beim notariellen Testament). Kostenlose Muster finden Sie in unserem Ratgeber mit Testament-Vorlagen.

Der Pflichtteil ist der gesetzlich garantierte Mindestanteil am Erbe für nahe Angehörige (Kinder, Ehepartner, Eltern). Er beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbteils und kann nicht durch ein Testament entzogen werden. Unser Entwurf berücksichtigt dies bei der Formulierung. Alle Details und Berechnungsbeispiele finden Sie in unserem Pflichtteil-Ratgeber.

Am sichersten ist die amtliche Verwahrung beim Nachlassgericht (Amtsgericht) für eine Pauschalgebühr von 75 €. Alternativ können Sie es an einem sicheren Ort zu Hause aufbewahren und eine Vertrauensperson über den Aufbewahrungsort informieren. Mehr zur Aufbewahrung in unserem Ratgeber.

Ein Berliner Testament ist ein gemeinschaftliches Testament von Ehepartnern oder eingetragenen Lebenspartnern (§ 2269 BGB). Dabei setzen sich die Partner gegenseitig als Alleinerben ein. Erst nach dem Tod des zweiten Partners erben die gemeinsamen Kinder (Schlusserben). Ausführliche Informationen in unserem Berliner Testament Ratgeber.

Ja, jederzeit. Sie können Ihr Testament ändern, ergänzen oder komplett widerrufen. Dazu schreiben Sie einfach ein neues Testament und widerrufen darin das alte. Alle Methoden erklärt unser Ratgeber: Testament ändern.

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